Krypto-Verluste steuerlich richtig erfassen und nutzen

Ein rotes Portfolio allein führt noch nicht zu einem steuerlich nutzbaren Verlust. Entscheidend sind Realisation, Einkunftsart, richtige Zuordnung und eine vollständige Erklärung.

Verluste verrechnen

Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften sind verrechenbar – allerdings nur mit Gewinnen derselben Art. Sie können in das Vorjahr zurück- oder in künftige Jahre vorgetragen werden. Damit das möglich ist, müssen die Verluste erklärt und festgestellt werden; nicht erklärte Verluste gehen faktisch verloren.

  • Verrechnung nur mit gleichartigen Gewinnen
  • Rücktrag und Vortrag möglich
  • Feststellung setzt eine Erklärung voraus

Verlorene, gehackte und wertlose Coins

Bei Börsen-Insolvenzen, Hacks, Betrugsfällen oder faktisch wertlosen Token ist die steuerliche Behandlung nicht einheitlich und stark einzelfallabhängig. Entscheidend sind Zeitpunkt, Nachweisbarkeit und die Frage, ob überhaupt ein Veräußerungsvorgang vorliegt. Eine sorgfältige Dokumentation ist hier die Grundlage jeder Argumentation.

Verlustfeststellung nicht vergessen

Verluste sollten in dem Jahr erklärt werden, in dem sie steuerlich entstanden sind. Nur so können sie gesondert festgestellt und später mit passenden Gewinnen verrechnet werden. Offene Vorjahre oder nicht erklärte Gewinne behandeln wir gesondert auf unserer Seite zur Krypto-Selbstanzeige.

  • Realisationszeitpunkt nachvollziehen
  • Passende Einkunftsart bestimmen
  • Verlustbescheid und Vortrag prüfen

Ablauf bei uns

Wir beginnen mit einem Daten-Check über alle Börsen und Wallets, rekonstruieren die betroffenen Jahre, berechnen die Steuerfolgen und stimmen mit Ihnen ab, was eingereicht wird. Die Kommunikation mit dem Finanzamt übernehmen wir.

Verlust ist nicht gleich Verlust

Ein Kursverlust im Portfolio ist noch kein steuerlicher Verlust. Erst ein steuerlich anzuerkennender Vorgang und seine richtige Zuordnung entscheiden darüber, ob und womit verrechnet werden kann. Bei Hacks, Insolvenzen und wertlosen Token ist eine Einzelfallprüfung nötig.

Beispiel aus der Praxis

Ein Token ist um 95 Prozent gefallen, wurde aber weiter gehalten. Dann ist der wirtschaftliche Verlust sichtbar, steuerlich jedoch grundsätzlich noch nicht realisiert.

Fazit

Verluste helfen nur, wenn sie rechtzeitig, vollständig und in der richtigen Einkunftsart festgestellt werden.

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Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine individuelle Beratung. Die Abrechnung unserer Leistungen erfolgt nach der StBVV.

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Häufige Fragen

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Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften können grundsätzlich nicht mit Aktiengewinnen verrechnet werden. Die Einkunftsart und der konkrete Vorgang müssen zuerst bestimmt werden.